INTERVIEW: Comic Book Beleuchtung für SlickforceGirl

Dies ist ein Auszug aus einem Interview, das ich kürzlich mit Rebecca Britt für FStoppers gegeben habe. Lesen Sie das gesamte Interview hier.

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Fstoppers/Rebecca Britt: Es fasziniert mich immer, wenn ein Fotograf sein Talent für etwas Größeres als ihn selbst einsetzt. SlickforceGirl ist eine kommerzielle und kreative Pinup-Marke, die dazu dient, auf die Probleme von Frauen und die Bekämpfung von Brustkrebs aufmerksam zu machen. Ich hatte kürzlich die Gelegenheit,  Nick Saglimbeni’s Mastering Lighting  zu rezensieren, und ich wollte von Nick wissen, wie er die geschulten Techniken aus Mastering Lighting für SlickforceGirl am Set für dies Kampagne einsetzt.

FS: Ich bin schon eine Weile ein Fan Eurer SlickforceGirl Kampagne. Kannst Du unseren Lesern erklären, woher die Idee für SlickforceGirl stammt?

Nick Saglimbeni: Ich habe SlickforceGirl ursprünglich entwickelt, weil ich mich mit meiner Kunst an einem Scheideweg befand. Meine erste Karriere zog eine Menge Aufmerksamkeit im Glamourbusiness auf sich, aber nur wenig Anerkennung ausserhalb dieses Marktes. Die Models sind fantastisch und sie arbeiten mindestens ebenso hart, wenn nicht sogar noch härter, als ihre “Mainstream-Kolleginnen”, aber weil sie relativ klein und kurvig sind, beschränken sich ihre Rollen in der Regel auf z.B. “Musik-Video-Girls”.

Für mich waren Hautfarbe, Kurven und Formen schon immer viel mehr Werte als Behinderungen, und ich wusste irgendwie instinktiv, wie ich diese Frauen anders als der Mainstream fotografieren musste als alle anderen, die das schon vor mir getan hatten. Ich wollte ein Universum voller starker Charaktere für eine neue Generation schaffen, die nicht einfach nur lange, blasse und weiße Models sehen will.

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FS: Die Dimension des Sets mit Astronauten-Mädchens Vanessa sieht riesig aus, wie in einem Film. Wie und warum habt Ihr Eure Location gefunden bzw. ausgewählt?

NS: Um es mal plastisch auszudrücken – die Geschichte von Vanessa war die logistisch anspruchsvollste Aufgabe, die wir jemals stemmen mussten. Es fühlte sich an, als würden wir einen Film drehen, bei dem wir alles wie in einem Film arrangieren und mit einem Foto-Budget hinbekommen mussten. Ich werde nie diese neue Ära verstehen, wo fast nur noch Composings aus zusammengesetzten Stock-Fotos gemacht werden. Direkt in einer Location zu sein, macht doch schon die Hälfte des Spaßes aus, und es steigert die Energie des gesamten Shootings enorm.

Wir haben ein riesiges Raumschiff-Set aus einem Sci-Fi Film gefunden, das noch nicht abgebaut worden war. Es war architektonisch perfekt, aber aus ästhetischen Gesichtspunkten eher gruselig. Ich wollte etwa sehr farbintensives, poppiges, ähnlich wie in den Bio-Lumineszenz-Szenen aus John Cameron’s Avatar.

Ein Weg, wie wir das erreichten, waren die Kostüme und Haare/Makeup. Wir wollten Vanessa Veasley erst in einen echten NASA Mercury Raumanzug stecken, aber wir haben schnell gemerkt, dass der viel zu sperrig war, um darin irgendjemanden auch nur annähernd sexy fotografieren zu können. Also haben wir ihr ein Kostüm geschneidert und dazu einen glänzenden Stoff verwendet, der den “Glanz der Monitore” in unserem Raumschiff reflektierte.

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FS: Wie habt Ihr die Beleuchtung für diese Konzept umgesetzt?

NS: Für die Cockpit-Szene hatten wir 2 Lichtquellen – den inneren Glanz der Monitore und der Kontrollanzeigen, zum anderen den Glanz der Sterne. Es gibt kein Handbuch über das Ausleuchten des Weltraums, also hab ich mir ein paar alte Artikel aus Armageddon und Terminator 2 angesehen, wie die es gemacht haben.

Ich wollte mich nicht mit Farbüberlagerung von einem Green Screen rumärgern, daher haben wir die Cockpitfenster von aussen mit weißen Bespannungen versehen und von aussen mit 2 jeweils 2400 W/s Blitzköfen draufgehalten. Ein Composing ist bei einem Foto viel einfacher als beim Film, daher ist die Farbe, mit der Du arbeitest, eigentlich ganz egal. Wir haben dann noch “Nebula-Blitzeffekte” erzeugt, indem wir mit Striplights und Softboxen, die mit pinker und lilafarbener Folie bespannt waren, auf Vanessa geblitzt haben. Der Trick, eine Weltraumszene halbwegs realistisch aussehen zu lassen ist, Teile der Szene total schwarz zu lassen, daher haben wir sehr darauf geachtet, die Szene nicht zu hell zu beleuchten. Für die innere Cockpitausleuchtung haben wir kleine, mit doppeltem Diffusor bespannte Softboxen genommen, die wir mit stahlblauer Folie bespannt und im Schiff  und hinter der Kamera platziert haben.

Die Szene habe ich mit ISO 100 und einem 50 mm Objektiv (Mittelformat) fotografiert. Am schwierigsten war es, trotz Weitwinkelobjektiv bei dieser ISO-Zahl die Tiefenschärfe sowohl auf Vanessa als auch die Sterne zu bekommen, weshalb theoretisch beides im Fokus sein musste.
Letztendendes haben wir es mit einer Blende 4/5,6 hinbekommen, und dann ging ich auf Blende 8, um das Bild 1 1/2 Blenden unterzubelichten, mit Ausnahme einiger Highlights auf ihrem Anzug. Es hätte zuviel Kraft gekostet, die Umgebung heller zu bekommen, und falls da draußen wirklich Sterne vor den Fenstern gewesen wären, hätten sie mit einer gewissen Unterbelichtung eine perfekte Ausleuchtung geliefert. Ausserdem ist die Sättigung bei Blau und Lila bei geringer Helligkeit besser als warme Farben, sodass wir einen Vorteil hatten.

(Lesen Sie das komplette Interview auf FStoppers  hier.)

— Vielen Dank an Rebecca und das FStoppers Team für das tolle Interview!

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Das Making of SlickforceGirl: Wüstenmechanikerin Jessica

Willkommen zu unserer neuesten Heldin aus dem SlickforceGirl Universum, Wüstenmechanikerin Jessica. Gerüchte besagen, dass sie alles reparieren kann, einschließlich Ihrer falschen Meinung.

Model Jessica Burciaga hat sich freundlicherweise bereiterklärt, diese Figur zum Leben zu erwecken, und wir durften sie sogar so richtig mit Dreck einschmieren. Schauen Sie sich das dazugehörige Making-of-Video oben an, und natürlich auch die fertigen Bilder der Kampagne und die Behind-the-Scenes Galerie weiter unten.

 

Springen Sie rüber zu SlickforceGirl.com, um sich weitere Bilder anzusehen, und verpassen Sie nicht SlickforceGirl Facebook and Instagram.

DANKSAGUNG:
Photo: Nick Saglimbeni
Model: Jessica Burciaga
Makeup: Therese Williams
Haare: Al Ingram
Styling: Diana Chan

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Mastering Lighting – News, Reviews & Vorschau

Nach 2 langen Jahren und unzähligen Stunden in einer scheinbar vergessenen Ecke von Los Angeles, in denen wir unser neustes Produkt entwickelt haben, ist es “Gänsehaut pur”, von so vielen von Ihnen Feedback zu Mastering Lighting: Volume One zu bekommen. Für diejenigen von Ihnen, die noch immer neugierig sind: Schauen Sie sich das erste Kapitel der Serie an.

Zum Glück teilen etliche der großen Kritiker Ihre positiven Rückmeldungen, und Mastering Lighting hat wirklich fantastische Rezensionen von diesen großen Fotografie-Sites bekommen (Klicken Sie auf die Bilder, um dort hin zu gelangen.)

 

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Ich bin auch sehr stolz verkünden zu dürfen, dass es zwei zusätzliche Sprachversionen gibt. Mastering Lighting: Volume One wurde von den Fotografen Stefan Rasch und Adrian Orozco akribisch auf Deutsch bzw. Spanisch übersetzt. Für diejenigen von Ihnen, die das beste aus beiden Welten wollen, bieten wir eine spezielle Kombination aus dem deutschen oder spanischen Download und zusätzlich dem englischsprachigen Box-Set (die Standard oder die VIP Ausgabe) an. Vorschauen beider Sprachversionen finden Sie unten. Klicken Sie hier, um alle Sprachversionen in unserem Store sehen zu können.

 

Und letztlich, weil wir viele Anfragen dazu bekommen haben, gibt es jetzt ausserdem die VIP Box Set Trilogie, die die gesamte SlickforceSystem Bibliothek enthält, und zusätzlich noch die komfortablen Download-Optionen. Jede Trilogie enthält: Mastering Lighting: Volume One, Mastering Retouching (Levels 1-7) und Mastering Compositing (Levels 1-5). Vergleichen Sie alle Einzelheiten hier.

Vielen Dank, dass Sie uns weiterhin Feedback schicken, das hilft uns enorm dabei, unsere Lernserien ständig weiter zu entwickeln!

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Die Top-10 Regeln, um eine Spitzenmannschaft zu rekrutieren – Teil 2

TOP LEFT: Kim, Khloé, and Kourtney Kardashian for Kardashian Kollection / Sears. Photo by Nick Saglimbeni © Slickforce Inc.
TOP RIGHT: Lighting Test: (L to R) Karina Guerrero, Joyce Park, Cindy Maldonado. Photo by Nick Saglimbeni © Slickforce Inc.
Falls Sie Teil 1 dieses Posts verpasst haben, finden Sie ihn hier.

5. Es gibt so etwas wie “zu freundlich”.

Ich habe es schon vorher erwähnt, dass positives Verhalten entscheidend ist, und das ist absolut richtig. Aber selbst das beste Verhalten kann übertrieben werden. Es ist sicher schwer etwas falsches daran zu finden, wenn jemand den ganzen Tag lang lächelt, aber Sie wollen definitiv nicht, das jemand den ganzen Tag lang redet. Manche sind einfach nur aufgeregt, wenn sie am Set sind, aber Sie sind alle dort, um konzentriert zu arbeiten und ernsthafte Kunst zu schaffen. Vermeiden Sie Leute, die die ganze Zeit mit dem Team reden, insbesondere in kritischen Momenten. Es lenkt alle von ihrer Arbeit ab, und am Ende leidet Ihre Arbeit am meisten darunter.

4. Handy bleiben in der Tasche und sind stumm geschaltet.

Ah, das Zeitalter der sozialen Netzwerke! Das Leben aller ist im Telefon noch viel spannender. Aber Sie und Ihr Team sind hier, um einen Job zu erledigen. Ich war leider schon bei zu vielen Shootings, bei denen die Teammitglieder nicht die Finger vom Telefon lassen konnten, und sie werden normalerweise nicht zur Ordnung gerufen. Das trifft sogar in immer höheren Maß auf die Glamourtruppe – Haare, Makeup, Garderobe – zu. Die bringen es fertig und posten Fotos von Ihrer Arbeit am Set auf Instagram.

Als der Fotograf sind Sie der Visionär des Shootings, aber jeder sollte seinen Teil so weit wie möglich beitragen. Nur weil das Model angezogen ist, heisst das noch lange nicht, dass der Kleiderjob erledigt ist, und man sollte der Hair Stylistin nicht extra sagen müssen, dass dem Model ein Haar ins Gesicht hängt. Jeder sollte seine Augen auf dem Model oder dem Monitor haben, sonst nirgends. Während des Shootings gibt es jede Menge Leerlaufzeit, aber wenn das Model vor der Kamera steht, ist das alles, was zählt.

3. Such Dir Leute, die zusammen mit Dir wachsen wollen.

Eins der größten Probleme von wachsenden Unternehmen ist es, Leute zu finden, die zusammen mit Dir an Deine Vision glauben. Wir hatten unheimliches Glück, dass wir Leute gefunden haben, die so unheimlich qualitätsorientiert sind. Aber auch wir haben mit welchen gearbeitet, bei denen es einfach nicht gepasst hat. Aber Sie sind ja kein Künstler geworden, um am Ende des Tages nur noch gestresst zu sein. Haben Sie keine Hemmungen,Leute gehen zu lassen, die mehr Probleme machen statt sie zu lösen. Passen Sie nur auf, dass es nicht Ihr eigenes Ego ist, das diese Entscheidung für Sie trifft.

Es gibt sehr viele, die lieber im Team statt alleine arbeiten. Wenn Sie das Glück haben, solche Leute zu finden, fragen Sie sie, was ihre Ziele sind, und finden Sie einen Weg zu wachsen, der für beide Seiten gut ist. Jeder möchte seinen Job lieben, aber nicht jeder will den Stress und die Verantwortung haben, die es mit sich bringt, wenn man der Boss ist.

2. Stellen Sie Leute ein, die da stark sind, wo Sie selbst schwach sind.

Eins ist klar, das aufregendste daran, ein Team zu formen ist es, Leute zu finden, die etwas richtig gut können,was Sie nicht können. Was für ein Geschenk! Viele Künstler haben zerbrechliche Egos und suchen sich Leute, die sie kontrollieren können. Diese Leute sollten keine Verantwortung für irgendetwas haben.

Kein Geschäft mit einem Team aus Ja-Sagern kann irgendwo bestehen. Suchen Sie Leute, die dort exzellent sind, wo Sie nur durchschnittlich sind, denn bei aller Ähnlichkeit arbeiten sie mit Ihnen zusammen am selben Ziel. Beim ersten Shooting, das ich jemals produziert habe, hatte ich noch kein Team, also habe ich mir Referenzen für die besten Hair & Makeup Artists in der Gegend eingeholt. Zum Glück wussten die viel mehr darüber, was man aus einem Model herausholen kann als ich selbst, daher konnte ich mich auf das Licht konzentrieren. Und es stellte sich als das Cleverste heraus, was ich je gemacht habe. Heute, fast 15 Jahre später, arbeite ich noch immer mit denselben Leuten zusammen.

1. Geld ist nicht die einzige Währung.

Ich weiss, dass einige von Ihnen denken, dass man nur mit viel Geld zu einem großartigen Team kommt. Aber ich hatte am Anfang fast überhaupt nichts auszugeben, nicht mehr als 300 $/Monat – ehrlich. Ich mietete ein schmutziges Loch in der Skid Row, das ich mir mit Freunden teilte, klebte einen Aufkleber auf die Tür und nannte das Ganze “Slickforce Studio”. Ich konnte mir keine professionellen Assistenten leisten, also bat ich Freunde um Hilfe – fast alle hatten Bürojobs und fanden es cool, an einem Set mitzuarbeiten. Nachdem ich dann damit angefangen hatte, für Low-Budget Magazine zu fotografieren, heuerte ich Praktikanten und Filmstudenten an.

Viele wollen helfen und etwas dabei lernen – sie wollen nur nicht, dass Du Stress in ihr Leben bringst. Nach mehr als 10 Jahren mit dem Slickforce Studio kann ich Ihnen 2 Dinge sagen: a) Kein Geld der Welt macht aus einem schlechten Teammitglied ein gutes  und b) positive emotionale Erfahrungen sind die wertvollste Währung, die wir im Leben haben. Also machen Sie weiter und bauen Sie sich eine aufregende, professionelle und angesehene Marke auf, und Sie werden Leute anziehen, die gerne dabei sein wollen.

OK also, das war’s mit unserer Liste. Wenn Ihnen gefallen hat, was Sie gelesen haben und Sie mehr in dieser Art sehen wollen, lassen Sie es uns wissen, indem Sie einen Kommentar unten hinterlassen.

 

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Die Top-10 Regeln, um eine Spitzenmannschaft zu rekrutieren – Teil 1

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TOP PHOTO: (Clockwise, L to R) Natalin, Kim Lee, Nicole Narain, Suelyn Medieros. Photo by Nick Saglimbeni © Slickforce Inc.
BOTTOM PHOTO: Lighting Test: Anthony Dwiers, Ashley Deonne, Cherry Gardner, Christian Arias. Photo by Nick Saglimbeni © Slickforce Inc.
Seit der Veröffentlichung von Mastering Lighting haben mich so viele angeschrieben und mir ihre Erfahrungen draussen in der wilden Welt der professionellen Setup-Beleuchtung mitgeteilt. Eine Frage, die dabei immer wieder hochkam war die, wie man seine Crew am besten zusammenstellt. Eine zuverlässige Mannschaft ist entscheidend, um große Produktionen meistern zu können, hier sind meine Top 10 Regeln, nach denen ich vorgehe, wenn ich jemanden für das Slickforce-Team anheuere (Teil 1 von 2)

 

10. Such Dir Leute, die gerne im Team arbeiten.

Das klingt banal, aber eines der größten Probleme ist es, dass die Mitglieder eines Künstlerteams oft Probleme damit haben, eine Unterstützer-Rolle zu übernehmen.  Jeder, der mal ernsthaft darüber nachdenkt, wird zugeben, dass man viel mehr davon lernt, Erfahrungen zu sammeln, als nur über etwas nachzudenken und zu glauben, man wisse schon alle Antworten. Ein echter Teamplayer lässt jeden im Team gut aussehen und wird stolz darauf sein, wieviel er zum Erfolg des Teams beitragen konnte – viel mehr, als dass er nur sein eigenes Ego streicheln will.

In meinem ersten Entertainment Job arbeitete ich als Praktikant für Regisseur John Woo (The KillerFace/OffMission: Impossible 2). Während dieser Zeit habe ich Unmengen an Fotokopien gemacht, Pakete ausgeliefert und Leute vom Flughafen abgeholt. Obwohl ich viel lieber im Regiestuhl gesessen hätte wusste ich, dass es meine Aufgabe war, anderen zu helfen – und dass mich niemand wegen meiner Meinung eingestellt hatte. Ich war einfach nur so aufgeregt, mit einem guten Team arbeiten und etwas lernen konnte. Und Mann – ich hab echt viel gelernt.

9. Professionalität kommt vor Talent.

Wir leben in einer Zeit, in der sich jeder für einen Künstler hält, und das ist – meistens – auch ok. Aber seien wir ehrlich, Künstler sind manchmal auch nervig. Viel zu oft nennt sich jemand Künstler, nur um damit zu entschuldigen, dass er Probleme hat, sich an Regeln zu halten oder sich jemandem unterzuordnen. Diese Leute verderben das Image von Künstlern. Ein echter Künstler weiß, dass sein oder ihr Ruf alles ist, und wenn Sie nicht gerade ein One-Man-Show Typ sind, müssen sich andere auf Sie verlassen können. Pünktlich zu sein ist absolut kritisch. Wenn nur Einer unpünktlich ist, kann er den Erfolg des gesamten Shootings gefährden.

Was die Fähigkeiten angeht, sind manche von vornherein einfach begabt, und andere entwickeln ihre Fähigkeiten mit der Zeit (Teil eines positiv eingestellten, konzentrierten Teams zu sein, wirkt Wunder). Aber ich sag Ihnen eins – kein Talent der Welt rechtfertigt ein umflexibles Ego oder die Missachtung der Zeit von Anderen. Ihr Talent mag Ihnen zu Ihren 15 Minuten Ruhm verhelfen – Ihre Professionalität aber wird sie dort lassen.

8. Starkes Auftreten ist besser als starke Muskeln.

Ich sage es in Mastering Lighting, und ich sage es noch mal: Die meisten im Slickforce-Team sind Frauen. Verstehen Sie mich nicht falsch, wir hatten durchaus talentierte männliche Assistenten, aber alles in allem habe ich festgestellt, dass Frauen die besseren Mitarbeiter sind als Männer. Die Frauen, mit denen ich zusammen gearbeitet habe – die allesamt selbst begnadete Künstlerinnen sind – genießen es gleichermaßen im Team zu sein als auch Zugriff auf ein viel größeres Netzwerk zu haben, als wenn sie alleine wären.

Ausserdem – wenn Sie im Fotografiegeschäft schöne Frauen fotografieren, habe ich festgestellt, dass es den Models mit weiblichen Assistenten besser geht. Und as ist immer eine unserer beiden Top-Prioritäten. Männer mögen mehr Muskeln haben, aber eine positive, teamorientierte Einstellung ist viel mehr wert, um ein erfolgreiches Shooting zu absolvieren. Ausserdem ist die Fotoausrüstung nicht wirklich so schwer, also lassen Sie uns nicht übertreiben. Es ist fast alles Plastik und Aluminium, das ist auszuhalten.

7. Heuern Sie nie jemanden an, für den Sicherheit nicht an erster Stelle steht.

Das wichtigste, was ich in der Filmschule gelernt habe, war die immerwährende Fokussierung auf Sicherheit. Wir haben mit schwerem, starkem, elektrischem Equipment gearbeitet, manchmal auf Hausdächern oder mitten auf der Straße, und wenn Du nicht immer genau wusstest, was Du tust, konnte es dein letztes Shooting sein. Machen Sie sich nichts vor, es gibt Millionen Möglichkeiten sich zu verletzen oder zu sterben, wenn Sie Kunst produzieren. Sie sitzen nur selten in einem Studio und streichen eine Wand an. Erziehen Sie sich stets in Richtung Sicherheit, denn Sie schulden es sich selbst und vor allem auch ihrem Team, dass sie in einem sicheren Umfeld arbeiten können, in dem Sie Ihre Visionen umsetzen können. Ihr Team soll Ihrer Führung folgen, oder besser noch – jeder soll Wissen mitbringen, das Sie selbst noch nicht haben. So lernt jeder etwas.

6. Ein guter Assistent ahnt Ihren nächsten Schritt voraus.

Viel zu oft warten Assistent darauf, dass man ihnen sagt, was sie als nächstes tun sollen, und das ist ok – solange die Person neu ist. Wenn aber jemand bereits mit Ihnen bei ein paar Shootings dabei war, dann sollte er ein Gefühl für Ihre Routine entwickeln. Der richtige Assistent hört mehr zu als dass er selber redet und hat Spaß daran, behilflich und produktiv zu sein. Wenn Sie sagen, dass etwas nicht funktioniert, dann denkt er bereits über eine Lösung nach. Wenn Sie wirklich den Jackpot getroffen haben, dann ahnt er bereits ihren nächsten Schritt und löst Probleme, noch bevor sie überhaupt entstanden sind. In einem solchen Fall rate ich Ihnen, ihn sofort mit Handschellen irgendwo festzubinden.

Schauen Sie sich den 2. Teil hier an.

 

BELOW: SlickforceStudio Crew Portrait at UltimateGraveyard. © Slickforce Inc.
 

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Lighting Setup 2.0 – Chris Andersen, Queen Esther & DJ Megan Daniels

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Seit der Veröffentlichung von Mastering Lighting habe ich zahlreiche Anfragen bekommen von Leuten, die gerne wissen möchten, wie das Lichtsetup bestimmter Bilder war, die wir auf NickSaglimbeni.com vorgestellt haben. Eins derjenigen, nach denen am meisten gefragt wird, ist das obige Foto, das im Lauf der Jahre sehr oft angeklickt wurde. Momentan ist es unter den Top 5 der am häufigsten gelesenen Einträge auf meinem Blog.

NBA star Chris Andersen und die blonden Schönheiten Queen Esther Hanika und DJ Megan Daniels machen diese Bild sicherlich zu einem Blickfang, aber die meisten Fragen drehen sich rund um die Ausleuchtung und darum, wie man diesen Look hinbekommt. Ich habe daher das Licht Setup im Detail hier skizziert, ich nenne es “Lighting Setup 2.0″.

 

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Ich wurde damals von Rebel Ink gebucht um dieses Cover-Konzept und ein 10-seitiges Editorial zu fotografieren. Falls Sie es nicht schon gemerkt habe – die Inspiration dazu kam von Nirvana’s Video “Smells like Teen Spirit”. Für die Szene verwendeten wir einen Betonfußboden und stellten hinter den Models einen texturierten Stoffhintergrund und eine Tafel auf.

Da ich wusste, dass ich die Haare der 3 blonde Models in Schwarz sehr gut mit einem starken Rücklicht ausleuchten konnte, das sich hervorragend in ihrem Haar machen würde, versteckte ich 2 Lampen hinter den Fässern. Als Hauptlicht nutzte ich eine Softbox von der Kamera aus gesehen rechts und nutzte eine 74″ große Oktabox für das Füll-Licht. Ich fotografierte mit einer Hasselblad 503CW mit Blende 4 und einem 180 mm Objektiv, um die Szene zu komprimieren. Und schließlich haben wir den Betonfußboden nass gemacht und ich stellte noch ein drittes Rücklicht auf, das direkt auf die Kamera gerichtet war, aber von den Models verdeckt wurde, um so einen größtmöglichen Kontrast zu erzeugen.

Jetzt frage ich Sie: Wenn ein 2,10 m großer Athlet mit 2 fantastisch aussehenden Starlets in Ihrer Garage auftauchen würde – wie würden Sie ihn fotografieren?

Wenn Ihnen das hier gefallen hat und Sie mehr detaillierte Licht Setups kennenlernen wollen, schauen Sie bei Mastering Lighting: Volume One vorbei

 

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